Die ersten 22 Tage ( :-D) sind vorbei, und ich bekam schon viele SMS ob ich ueberhaubt angekommen sei, oder ob ich von den Maoris gefressen wurde?
Fehlalarm! Mir geht's super!
Nachdem Yves am 2.12 in Auckland gelandet ist, verbrachten wir noch eine Nacht in der grossen Stadt und verliessen diese am Samstagmittag Richtung Napier.
| Der Sky-Tower in Auckland |
Nach einer 7h Busfahrt und unzaehligen Stopps, war ich nicht ungluecklich zu wissen, dass meine „Homestay Mutter“ sicher schon am Busbahnhof auf mich warten wuerde. In Napier angekommen und erstaunt ueber die kleine Haltestelle, verwunderte es irgendwie nicht, dass Annetta (eben der Mutterersatz) ein paar Minuten auf sich warten liess. Auf der Rueckfahrt fragte ich Annetta nach dem Namen ihres Ehemannes, da es ja sympathisch rueber kommt, wenn man die Leute mit Namen anspricht. Als ich ziemlich erstaunt als Antwort bekam „Doesn’t matter, he left me 5 weeks ago“. Shit happens... nichts desto trotz, er wuerde Shane heissen...
Das Heim, welches fuer die naechsten paar Wochen von mir bewohnt wird, kann sich wirklich sehen lassen. Mein Zimmer befindet sich in einem Turm aehnlichen, ersten Stock und die Kueche laesst sich komplett zur Terrasse oeffnen. Der Kleine, weisse Racker, der uebrigens auf dem Bild zu sehen ist, heisst (man glaubt“s kaum) „Saemi“.
| Die "Turmwohnung" |
Selbstverstaendlich ist man hier in Neuseeland nicht komplett von der restlichen Welt abgeschnitten, und so drang es auch zu uns durch, das Basel gegen ManU 2:1 gewonnen hat. Auch ein blindes Huhn findet ab und zu ein Korn...
| Im Irish Pub, zum Glueck ist der Clown kein richtiger Basler... |
Sehr beliebt fuer den Ausgang, Zeitvertreib oder Notloesung ist auch das Thirsty Whale, welches sich gerade auf der anderen Seite des Huegels in Napier befindet. Zu Fuss fast eine Stunde Marschzeit...
| Thirsty Whale, eher leer an einem Nachmittag |
| "Plan B", v.l. Steffi, Andreas, Yves und Sarah |
Vorletzten Mittwoch (7.12) waren wir beim ortansaessigen Jagdclub, mit welchem ich schon seit ein paar Wochen in Kontakt bin, zum BBQ eingeladen. Das Clubhaus war einfach der Wahnsinn. Man bemerkte ziemlich schnell, dass die Jagd in diesem Land einen anderen Stellenwert besitzt, als in unserer Heimat. Wir lernten allerlei Leute kennen, und ein paar versprachen sogar, uns bei ihren Angel- und Jagdweekends mitzunehmen. Ob’s klappt? We will see!
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| Schild am Strassenrand, fast nich zu verfehlen... |
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| Der ganze Stolz des Klubhauses |
Ob sich Neuseelaender grundsaetzlich von uns Schweizer unterscheiden ist schwierig zu sagen. Auf jedenfall sind Yves und ich, ihnen nun definitiv etwas aehnlicher geworden, seit wir im Besitz der „Fisher Licence“, dem „Hunting Permit“ und einer „Firearms Licence“ sind. Wenn man hier mit jemanden ins Gespraech kommt, kann man fast sicher sein, das Er/Sie entweder angeln oder jagen, oder dann sicher jemanden in der Familie haben welcher dies tut.
| Ein Schild, welches man bei uns vergeblich sucht... |
Zu meinem grossen erstauen hat uns die Jagdlizenz keinen Cent gekostet, ganz im Gegenteil, als die Dame vom „Department of Conservation“ erfuhr, dass wir auf der ganzen Nordinsel herumreisen, stellte sie uns gleich die Berechtigung fuer 5 Hunting Blocks aus, was einer Flaeche von ca. 5‘100 quadrat Kilometern entspricht!
Mal schauen ob wir da noch Zeit fuer etwas anderes haben werden :-D
Selbstverstaendlich ist man nicht einfach im Besitz einer „Firearms Licence“ und kauft dann nichts. Ginge es nach den Einheimischen haette ich mir wohl einen Repetierer im Kaliber .222 Rem. gekauft und wenn der Hirsch dann noch einmal aufsteht, schiesst man halt noch einmal drauf...
Fuer was ich mich schlussentlich entschieden habe, seht ihr mit den entsprechenden Fotos im naechsten Beitrag (nein, ich hoffe nicht, dass ihr auf den naechsten Beitrag so lange warten muesst wie auf diesen...)
Auch fuer einen fahrbaren Untersatz haben wir mittlerweile gesorgt! Yves und ich haben bei einer Rundfahrt um Napier einen Mitsubishi Legnum Jg.96, am Strassenrand entdeckt. Als ich wieder zuhause ankam und ich Annetta von diesem Angebot berichtete, liess sie nicht locker und hat den Besitzer sogleich angerufen und fuer Sonntag (18.12) eine Probefahrt vereinbart. So schnell kann’s gehen, nun steht er vor der Haustuere...
| Mitsubishi, Legnum, Jg. 96, V6, 2,0 Liter |
Gekostet hat uns das Auto $2‘500.-, also etwa sFr.1‘900.-, mal schauen wie weit wir mit ihm kommen werden...
Jedenfalls musste das Auto zuerst mal richtig ausgemistet werden (und meine Mama meint immer, mein Opel waere ein Schweinestall!!). Von Pommes Frites bis Kaugummis, Huehnerknochen und Bierdeckel war echt alles zufinden!
Dazu kommt natuerlich noch der ganze uebrige Dreck, der sich ueber die Jahr so ansammelt. Nach harten 2h Arbeit (von Yves, ich musste ja die Fotos machen),
sah das Auto wieder so ordentlich aus, dass wir unbekuemmert darin schlafen koennen.
| Yves bei der Arbeit |
Fuer morgen Abend ist in der Schule ein kleines Weihnachtsessen geplant und am Freitag (24.12) beginnen anschliessend die Schulferien welche, dann bis zum 8. Januar andaueren.
Und was da noch alles passieren wird, koennt ihr das naechste mal lesen!
(Ich verspreche allerdings nichts...)
Schoene Festtage Euch allen!!!
| Merry Christmas and happy new year!! |


